Neue Buslinie könnte Bratislava mit Grenzgemeinden verbinden
Die slowakische Hauptstadt soll näher an die österreichischen Gemeinden Berg, Kittsee, Edelstal und Prellenkirchen rücken: Eine geplante Linie 902 verspricht nicht nur eine bessere Erreichbarkeit des Einkaufszentrums Kittsee, sondern auch eine effizientere Pendelmöglichkeit für Berufstätige und Freizeitreisende. Im Sommer ist ein für Passagiere kostenloser Probelauf vorgesehen.
Eine neue Buslinie soll in absehbarer Zeit die slowakische Hauptstadt Bratislava mit ihren österreichischen Nachbarn Berg, Kittsee, Edelstal und Prellenkirchen verbinden. Im Schloss Kittsee fand zudiesem Thema ein Informationstreffen statt, das gemeinsam vom Verkehrsunternehmen BID („Bratislava Integrierter Verkehr a.s.“) und der Plattform „baum_cityregion“ („Stadtregion Bratislava-Umland“) organisiert wurde.
Im Mittelpunkt der Planungen steht die Anbindung des Ortszentrums von Kittsee und des Einkaufszentrums Kittsee, sowie der Orte Berg, Edelstal und Prellenkirchen. Vorbild ist die Buslinie 901 von Hainburg nach Bratislava, die seit 2022 erfolgreich von BID im Rahmen des Verkehrsverbundes des Landkreises Bratislava (IDSBK) betrieben wird.
Kostenloser Sommer-Testbetrieb für neue Buslinie
Christian Berger von der NÖ.Regional ist zuständiger Koordinator von baum_cityregion für das Projekt. „Umfragen durch BID haben gezeigt, dass großes Interesse von Seiten der potenziellen zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer bekundet wurde. Ob die Nachfrage auch in der Praxis gegeben ist, soll nun ein versuchsweiser Betrieb zeigen“, erläutert Berger.
Dieser Testbetrieb soll während dreier Monate im Sommer erfolgen und für die Passagiere kostenlos sein. Überlegt wird ein zumindest zweistündiges Fahrtintervall von Montag bis Samstag. Die Streckenführung wird die Gemeinden Prellenkirchen, Edelstal, Kittsee und Berg mit einer Haltestelle der neuen Tramlinie 3 in Bratislava-Petržalka verbinden. In den nächsten Wochen würden laut Berger die notwendigen Genehmigungen eingeholt werden, nähere Details würden rechtzeitig bekanntgegeben.
Österreichische Gemeinden begrüßen das Vorhaben
Die österreichischen Gemeinden begrüßen die Initiative. „Berg ist nur sieben Kilometer Luftlinie von Bratislavas Zentrum entfernt, trotzdem gab es bisher keine direkte öffentliche Verbindung in die slowakische Hauptstadt. Ich freue mich, dass diese Initiative für den Test der Buslinie ergriffen wird“, meint etwa Bergs Bürgermeister Horst Pelzmann (ÖVP).
Besonders positiv sei laut Pelzmann, dass Berg auch öffentlich ans Einkaufszentrum Kittsee angebunden werde, es sei zu hoffen, dass die Linie nach dem Testlauf permanent geführt werde.
Sein burgenländischer Amtskollege aus Edelstal, Bürgermeister Gerald Handig (ÖVP), sieht das ähnlich: „Es ist ein langjähriger Wunsch der Gemeinde Edelstal, eine möglichst direkte öffentliche Anbindung an die Stadt Bratislava zu erhalten. Edelstal ist funktionell stark mit Bratislava verflochten. Von Seiten der Gemeinden werden wir dieses Vorhaben unterstützen und unsere Bürgerinnen und Bürger zur Nutzung des Testbetriebs motivieren.“
Autor: Josef Rittler
Artikel unter: TESTBETRIEB - Neue Buslinie könnte Bratislava mit Grenzgemeinden verbinden - NÖN.at
Bild: Katarina Schlosser (NÖ.Regional / baum_cityregion), Peter Kurri (Mobilitätszentrale Burgenland), Franz Gausterer (NÖ.Regional / Mobilitätsmanagement), Johann Köck (Bgm. Prellenkirchen), Ines Böckl (Gemeinderätin Edelstal), Johannes Hornek (Bgm. Kittsee), Christian Berger (NÖ.Regional / baum_cityregion), Jozef Wallner (No Gravity, Projekt NUTSHELL@CE), Martin `ulek (BID, Projekt NUTSHELL@CE), Horst Pelzmann (Bgm. Berg), `imon Jurík (BID, Projekt NUTSHELL@CE). © NÖ Regional